Staatsanleihen Blog

Seit je her stritt die politische Führung in Deutschland vehement ab, dass der Staat Griechenland eines Tages zahlungsunfähig gehen würde. Häuptling der FDP ist der erste Politiker, welcher nun mindestens mal vorsichtig von einer bevorstehenden Insolvenz der Griechen redet. Auf einmal redet man von einer “geordneten Insolvenz”. Zahlreiche Investoren und Inhabern von Anleihen Griechenlands haben Sorgen um ihre Investitionen. Dennoch ist sich niemand sicher, was die Ausweirkungen einer Pleite Griechenlands sein werden. Das Hauptproblem besteht darin, dass die europäische Zentralbank, viele Banken und andere Besitzer auf ihren griechischen Anleihen sitzen würden. Das würde die EZB besonders schlimm treffen, denn diese hat gerade erst vor einer kurzen Zeitperiode einige Staatsanleihen aus Griechenland gekauft. Sollten die Einkäufe nicht mehr zurückbezahlt werden, muss die EZB mit Einbußen in Milliardenhöhe rechnen. Aber ebenfalls viele Banken haben ihr Geld in Griechenland investiert und bangen jetzt um ihre Milliarden. Die Finanzkrise 2008, als die große Lehman Brothers Bank unterging, hat gezeigt, was passiert, wenn ein Teil aus der Bankenkette entschwindet.
Des Weiteren sind die Folgen für andere hochverschuldete Staaten wie z.B Spanien, Portugal, Irland und Italien nicht abschätzbar. Wenn Frankreich und Deutschland, beides große Geldgeber der EU, einen Schaden davontragen und finanziell durch eine Insolvenz von Seiten der Griechen belastet werden, wäre es den beiden Ländern wohl nicht mehr erlaubt, für andere bedrohten Staaten aufzukommen. Es könnte der totale Kollaps in Europa drohen.

Sep 14
Griechenland winkt die Staatspleite!